Polizeinotruf in dringenden Fällen: 110

Menü

Inhalt

Polizeiliche Verkehrsunfallstatistik

Straßenkreuz
Polizeiliche Verkehrsunfallstatistik
Die aktuelle Unfallstatistik 2016 liegt vor
Kreispolizeibehörde mit positiver Jahresbilanz: In wesentlichen Bereichen besser als der Landesschnitt

Polizeioberrat Jürgen Griesing, der Leiter der Direktion Verkehr der Kreispolizeibehörde Siegen-Wittgenstein, ist zufrieden.
Auf seinem Schreibtisch liegt die aktuelle Verkehrsunfallstatistik für das vergangene Jahr 2016. 

„ Unsere Region, Siegen-Wittgenstein, ist nach wie vor ganz bestimmt eine Region, in der es sich sicher leben und am Straßenverkehr teilnehmen lässt. Das ist klar. In wesentlichen Bereichen der Verkehrsunfallstatistik liegen wir nämlich mit unseren Zahlen zum Teil deutlich unter (d.h. positiv!) dem Landeschnitt, aber wir wollen nicht verhehlen, dass wir letztes Jahr auch einige wenige Entwicklungen hatten, die uns nicht zufrieden stellen können.“ 

Unser strategischer Anspruch bleibt aber unverändert bestehen: Eine der sichersten Regionen in Nordrhein Westfalen immer noch ein Stück weit sicherer zu machen! - Das ist unser Anspruch und die Motivation unserer Kreispolizeibehörde“, so der Oberrat. „Und Sicherheit ist in unserer schnelllebigen Welt eine wichtige Größe im Leben unser Bürgerinnen und Bürger und beeinflusst maßgeblich die Lebensqualität. Insbesondere die Sicherheit im Straßenverkehr prägt das alltägliche Sicherheitsgefühl der Menschen maßgeblich. Sie ist ein elementares Grundbedürfnis der Menschen in unserer hoch technisierten Welt.“

Die Sicherheit im Straßenverkehr lag somit natürlich auch im vergangenen Jahr wieder im Fokus polizeilichen Handelns. Statistik war und ist für die Kreispolizeibehörde dabei kein Selbstzweck. Denn, das wissen die Siegener Verkehrsexperten genau: Hinter jedem Verkehrunfallopfer steht ein menschliches Schicksal!

Hier nun die wichtigsten Ergebnisse der letztjährigen Statistik im Detail:

Unfallzahlen Gesamt

Insgesamt ereigneten sich auf den Straßen in Siegen-Wittgenstein 10.455 Unfälle. Das sind 250 Unfälle mehr als im Jahr 2015 (Steigerung um 2.5 %).

Unfälle mit Sach- bzw. Personenschäden

Bei den Unfällen mit Sachschäden zählte die aktuelle Verkehrsstatistik 9.710 Unfälle. Das sind 291 mehr als noch im Jahr 2015 (+ 3.1 Prozent).
Bei den Unfällen mit Personenschäden hingegen waren es erfreulicherweise 41 Unfälle weniger als noch im Jahr 2015, das entspricht einem Minus von 5.2 Prozentpunkte (2016: 745, 2015: 786). 

Verletzte Personen

Auch hier ist ein sehr erfreulicher Rückgang zu verzeichnen: Waren es 2015 noch 1013 Personen, die bei Verkehrsunfällen im Kreisgebiet zu Schaden kamen, so waren es 2016 nur noch 978 (Minus um 35 Verletzte bzw. Minus 3.5 %). 

Tödlich verletzte Personen

Waren es im Jahr 2015  -- 10 --  Personen, die auf unseren Straßen bei Verkehrsunfällen zu Tode kamen, so waren es im Jahre 2016  -- 4 --.    

Dazu der erfahrene Verkehrsexperte Griesing: „Natürlich, jeder Verkehrstote ist einer zu viel. Hinter jedem Verkehrstoten steht ein menschliches Schicksal, menschliches Leid. Wir schätzen heute, dass der Tod eines einzelnen Menschen sich auf etwa 100 Menschen schicksalsartig auswirkt. Dazu zählen die eigene Familie, das soziale Umfeld, Schule, Arbeitskollegen, Freunde etc.

Deshalb ist es unser langfristiges Ziel, dass bei uns überhaupt keine Menschen mehr tödlich verunglücken. Betrachtet man dabei die Entwicklung der letzten 30 Jahre, so sind wir auf dem richtigen Weg:  Kamen 1983 noch  50 Menschen pro Jahr auf unseren Straßen zu Tode, so waren es in den letzten fünf Jahren immer unter elf Menschen, die im Straßenverkehr unserer recht großen Region tödlich verunglückten. Diese Entwicklung zeigt sehr deutlich, dass wir hier auf dem richtigen Weg sind.“

Gleiches ist übrigens im Hinblick auf die Entwicklung der im Straßenverkehr verletzten Personen anzumerken. Während beispielsweise im Jahr 1983 noch fast 1800 Menschen bei Verkehrsunfällen verletzt wurden, so waren es in den letzten fünf Jahren immer unter 1 100 Personen. 

Kinder

Die Anzahl der Kinder, die bei Verkehrsunfällen verletzt wurden, ist im Jahr 2016 von 60 auf 79 angestiegen.

Während im Jahr 2015 auf unseren Straßen ein Kind bei einem Verkehrsunfall ums Leben kam, verlor im Jahr 2016 kein Kind auf unseren Straßen bei einem Verkehrsunfall sein Leben.

Im Jahr 2016 kam es in unserer gesamten Region zu insgesamt -- 12 -- (2015: -- 6--) Schulwegunfällen.  

Junge Erwachsene

Bei den generell als besonders problematisch geltenden „Jungen Erwachsenen“ (18-24 Jahren), die naturgemäß auf der einen Seite nur wenig Fahrpraxis haben, sich auf der anderen Seite aber mitunter durch hohe Risikobereitschaft auszeichnen, zeichnet die Statistik 2016 folgende sehr erfreuliche Entwicklung:
Die Zahl der insgesamt verletzten Jungen Fahrer verringerte sich von 225 im Jahr 2015 auf 197 im Jahr 2016, das entspricht einem Minus von mehr als 12 Prozent.

Die positivste Entwicklung zeigt sich jedoch bei den tödlich verunglückten Jungen Fahrern. Waren es im Jahr 2015 vier junge Menschen, die tragischer Weise bei schwerwiegenden Verkehrsunfällen ihr Leben verloren, so verringerte sich diese Zahl im Jahr 2016 auf -- 0 --

Junge Fahranfänger (18-24 Jahre) bleiben jedoch nach wie vor die Problemgruppe Nummer 1.

Senioren

Im Bereich der Senioren zeigt sich folgende Entwicklung:
2015 wurden 126 Senioren bei Verkehrsunfällen verletzt, im Jahr 2016  --116 --.
2015 kamen -- 2 -- Senioren bei Verkehrsunfällen ums Leben, 2016  war es ein einziger (-- 1 --).  

Dazu der Polizeioberrat: „Der demographische Wandel macht natürlich auch vor unseren Kreisgrenzen nicht Halt. Wir betreiben bereits eine aktive polizeiliche Aufklärungsarbeit in Senioreneinrichtungen und werden diese in Zukunft noch weiter intensivieren. 

Abschließende Anmerkung: 

Verkehrssicherheit ist ein hohes Gut und wird maßgeblich durch ein achtsames und verkehrsgerechtes Verhalten aller Verkehrsteilnehmer bewirkt. Sie alle haben daher zu der hohen Verkehrssicherheit im Kreis Siegen-Wittgenstein beigetragen.

Diese Bereitschaft der Verkehrsteilnehmer wird weiterhin durch die Polizei in Form von kontinuierlichen, brennpunktorientierten und auch flächendeckenden Kontrollen unterstützt.