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Schockanrufer mit perfider Masche
Welle betrügerischer Schockanrufe – Täter gehen mit perfider Masche vor
Am gestrigen Dienstag (16. Januar) hat es im Kreisgebiet wieder zahlreiche sogenannte Schockanrufe gegeben. Die Polizei verrät, wie die Täter vorgehen und welche neue Masche sie benutzen. Außerdem gibt es Tipps, wie man sich bei entsprechenden Anrufen verhalten soll.
PLZ
Kreis Siegen-Wittgenstein
Polizei Siegen-Wittgenstein
Polizei Siegen-Wittgenstein

Siegen-Wittgenstein

 

Welle von Schockanrufen

Am gestrigen Dienstag (16. Januar) hat es im Kreisgebiet wieder zahlreiche sogenannte Schockanrufe gegeben.

Die Betrüger rufen meist ältere Menschen an und geben sich als Polizeibeamte oder Staatsanwälte aus. Dem Opfer erzählen die Betrüger, dass ein namentlich benannter Verwandter einen schweren Verkehrsunfall verursacht hat. Im Hintergrund ist oftmals eine hysterisch schreiende Person zu hören.

Die Angerufenen werden hierdurch bereits in eine höchst emotionale Stresssituation versetzt. Man fordert dann die Angerufenen auf, eine hohe Geldsumme für eine Kaution aufzubringen und einem Abholer an einer vereinbarten Örtlichkeit zu übergeben. Am gestrigen Tag sind zum Beispiel Summen von 80.000 oder sogar 125.000 Euro gefordert worden.

 

Täter nutzen Sterbeanzeigen aus der Zeitung

Auffallend bei mehreren Schockanrufen von gestern war, dass die Täter über sehr genaue Familienverhältnisse unterrichtet waren. Namen von Verwandten und deren Wohnorte wurden beispielsweise genannt. Bei diesen Fällen hat es wenige Tage zuvor einen Sterbefall in der Familie gegeben, bei denen entsprechende Sterbeanzeigen in den Zeitungen veröffentlicht wurden. Hieraus scheinen die Betrüger ihre Informationen zu beziehen.

Das Perfide: Neben der Steigerung der Glaubwürdigkeit des Anrufers wird auch die persönliche Belastungssituation der Hinterbliebenen ausgenutzt.

Zum Glück blieb es bei den gestrigen Anrufen nur bei Versuchen; in keinem Fall kam es bei den bisher bekannten Sachverhalten zu einer Geldübergabe. Die Kriminalpolizei hat die Ermittlungen aufgenommen.

 

Tipps der Polizei

Die Polizei bittet daher: „Informieren Sie Ihre älteren Familienangehörigen und warnen Sie diese vor solchen Betrugshandlungen. Sollten Sie selbst einen solchen Anruf erhalten, beenden Sie sofort das Telefonat. Setzen Sie sich mit Ihren Verwandten in Verbindung, um die erhaltene Information abzuklären. Wenden Sie sich an die örtliche Polizei über die offiziellen Telefonnummern (Notruf 110 oder Amtsleitung 0271/7099-0 für unsere Kreisgebiet), auch um dort abzuklären, ob der Anruf tatsächlich von der Polizei kam. Hier kann man auch das weitere Vorgehen abstimmen.

Sollten Sie dennoch Opfer eines Betruges geworden sein und haben Geld übergeben, scheuen Sie sich nicht, auch dann die Polizei zu verständigen und erstatten Sie Anzeige."

 

In dringenden Fällen: Polizeinotruf 110