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Vorsicht! Nasse Straßen!

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Vorsicht! Nasse Straßen!
Polizei rät zu achtsamer und vorausschauender Fahrweise

Feuchtes Laub auf der Fahrbahn, die erste tückische  Reifglätte, schlechte Sichtverhältnisse durch Dämmerung oder Nebel und erhöhte Wildwechselgefahr: Bei Autofahrten in Herbst und Winter ist besondere Vorsicht geboten. Daher appelliert die Kreispolizeibehörde Siegen-Wittgenstein, entsprechend achtsam zu fahren und die Geschwindigkeit den jetzigen Gegebenheiten und Straßenverhältnissen anzupassen. Dies gilt in besonderem Maße für die Gruppe der sogenannten „Jungen Fahrer“ (18-24 Jahre), die naturgemäß noch über keine ausreichende Fahrpraxis verfügen kann. Junge Fahrer können daher beispielsweise von den Tücken einer glatten Fahrbahn mehr als nur unangenehm überrascht werden...   

Leidvoll musste dies beispielsweise jetzt ein  19-jähriger Fahranfänger in Netphen erfahren, der am 20.10.2015 einen Unfall mit vier verletzten Personen und einem sehr hohem Sachschaden verursachte: Der junge Mann verlor am Dienstagabend gegen 18.50 Uhr in Netphen nach Durchfahren des Kreisverkehrs in der Kronprinzenstraße wegen nicht angepasster Geschwindigkeit auf der zu diesem Zeitpunkt regennassen Fahrbahn die Kontrolle über sein Auto. Der BMW geriet beim Abbiegen ins Schleudern und kollidierte mit einem entgegenkommenden Minivan einer 55-jährigen Frau aus Netphen. Bei dem Zusammenstoß der beiden Fahrzeuge wurden insgesamt vier Personen verletzt, wobei zwei Insassen stationär in Krankenhäusern verbleiben mussten. Beide Fahrzeuge waren nicht mehr fahrbereit und wurden abgeschleppt. Gesamtschadensbilanz: circa 25 000 Euro. 

 

Die Kreispolizeibehörde Siegen-Wittgenstein appelliert vor diesem Hintergrund noch einmal mit aller Dringlichkeit an die so genannten Jungen Fahrer zu langsamer und vorausschauender Fahrweise.

 

Die jungen Fahrer müssen sich darüber im Klaren sein, dass sie noch keine ausreichende Fahrpraxis haben können, um alle im Straßenverkehr auftretenden Situationen zu meistern. Deshalb ist es zu dieser Jahreszeit umso wichtiger, dass die jungen Menschen Ihre Fahrgeschwindigkeit den Witterungs- und Straßenbedingungen anpassen.  Besondere Vorsicht ist bei Temperaturen unter 4 Grad / um den Gefrierpunkt geboten, da sich nasse Fahrbahnen dann innerhalb weniger Minuten in regelrechte "Rutschbahnen" verwandeln können.

 

Auch plötzlich auftretender Nebel ist in den Herbstmonaten nichts Ungewöhnliches. Nebel-Fahrten erfordern ebenfalls höchste Konzentration! Bei Nebel sollte der Sicherheitsabstand in jedem Fall vergrößert werden. Schon bei ersten Nebelschwaden sollte man das Fahrlicht einschalten, um besser zu sehen und gesehen zu werden! Die Nebelschlussleuchte darf nur dann eingeschaltet werden, wenn die Sichtweite unter 50 Metern liegt! 

Zum Schluss noch einmal der Siegener Verkehrsexperte: „Man kann den jungen Fahrerinnen und Fahrern wirklich nur immer wieder ans Herz legen, dass sie nur ein einziges, kostbares Leben haben. Im Straßenverkehr können aber selbst kleinste Fehler mitunter folgenschwere, ja tragische Konsequenzen nach sich ziehen. So ist überhöhte, unangepasste Geschwindigkeit ist nach wie vor der Killer Nummer 1 auf unseren Straßen. Das Anlegen des Sicherheitsgurtes vor der Fahrt und die Einhaltung der geltenden Geschwindigkeitsbeschränkungen sind nach wie vor die beste Lebensversicherung!“
 

Im Übrigen weist  die Kreispolizeibehörde bereits seit Jahren darauf hin, dass Fahrsicherheitstrainings - wie sie beispielsweise der ADAC oder die Verkehrswacht Siegerland-Wittgenstein anbieten - für junge Fahrer nur wärmstens empfohlen werden können. In diesen Trainings erfahren die jungen Menschen dann, was es heißt, die Grenzen der Fahrphysik einmal am eigenen Leib bzw. im eigenen Auto zu erleben. Das beeindruckt - und prägt mehr als positiv für die Zukunft.