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Polizei warnt vor Aquaplaning-Gefahren

Aquaplaning
Polizei warnt vor Aquaplaning-Gefahren
Die gefährliche Glätte kommt zwar nicht aus heiterem Himmel - aber blitzschnell

Es kommt im Regelfall überraschend, dann aber blitzschnell und ist absolut gefährlich für jeden Autofahrer: Aquaplaning.

Fast so ein Schreckgespenst wie das gefürchtete Glatteis, ist Aquaplaning ein gefährlicher „Begleiter“, der Jahr für Jahr Tausende Fahrzeugführer in höchst brenzlige Situationen bringt.

Da Aquaplaning natürlich auch in Siegen-Wittgenstein ein Thema ist, möchte die Kreispolizeibehörde den Fahrzeugführern hiermit die wichtigsten Informationen zum Thema Aquaplaning geben: 

Aquaplaning (auch Wasserglätte) bezeichnet das Aufschwimmen des Reifens auf dem Wasserfilm einer nassen Fahrbahn. In diesem Fall schiebt sich ein Wasserkeil unter die Reifenaufstandsfläche und führt damit zum Verlust der Haftung. Im Moment des Aquaplanings können keine Führungs- und Bremskräfte auf die Fahrbahn übertragen werden. Das Fahrzeug kann daraufhin ins Schleudern geraten.

Erste Anzeichen für Aquaplaning können eine leichtgängige Lenkung, ein durchdrehender Motor und Wassergeräusche unter dem Auto sein.  

Autobahnen und Bundesstraßen sind heutzutage so ausgebaut, dass Regenwasser sehr schnell ablaufen kann, aber es gibt Stellen, an denen Aquaplaning dennoch auftreten kann. Auch im Kreis Siegen-Wittgenstein ist dies so. So musste ind er Vergangenheit eine Fahrspur auf der HTS von der Polizei bzw. Feuerwehr wegen akuter Aquaplaninggefahr gesperrt werden. Aufgrund heftiger Niederschläge zwischen den Anschlussstellen Siegen-Weidenau und Geisweid kam es auf beiden Richtungsfahrbahnen zu gefährlichen Situationen für die betroffenen Fahrzeugführer. Die Regenfälle waren derart heftig, dass die installierten und von der Straßenmeisterei regelmäßig inspizierten Abwasserkanäle die Wassermengen nicht mehr fassen konnten. Folge: Eine tückische „Talsperrenbildung“ mit  hohen Spritzfontänen, die teilweise gefährlich bis auf die Gegenfahrbahn reichten.

Insbesondere die sogenannte dunkle Jahreszeit verschlimmert das Problem Aquaplaning wegen der fehlenden Erkennbarkeit solcher großflächigen Wasseransammlungen naturgemäß für die Fahrzeugführer noch weiter. Gleiches gilt bei fehlender Straßenausleuchtung.           

Als generell aquaplaning-gefährdete Stellen gelten: Kurven, Unterführungen, Spurrillen,  sogenannte S-Kurven, in denen Wasser steht oder sich sammelt, und Straßen an Berghängen und Felshängen, auf denen sich der Regen den direkten Weg ins Tal sucht.

Droht Aquaplaning, so lautet das oberste Gebot: Geschwindigkeit reduzieren! Nur so lässt sich Aquaplaning effektiv verhindern.

Beide Hände gehören dann ans  Lenkrad und abrupte Fahrmanöver müssen vermieden werden. Auf keinen Fall bremsen, das führt oft zum Schleudern; Gang raus und ausrollen lassen oder vorsichtig Gas wegnehmen. Automatikfahrer sollten die gewählte Fahrtstufe beibehalten .

Wenn Sie bei Aquaplaning bremsen, dann stehen die Räder bei diesem Bremsmanöver sofort still, das Fahrzeug gerät ins Rutschen oder schleudert seitlich weg.
Wenn Sie bei Aquaplaning nicht bremsen, dann wird der Wasserfilm zwischen den Rädern und dem Straßenbelag durch die Drehbewegung der Räder abgebaut. Somit können die Reifen schneller wieder Haftung erhalten.

Grundsätzlich empfiehlt die Polizei eine zurückhaltende und vorausschauende Fahrweise. Kündigt sich schlechtes Wetter an, so sollte man die Geschwindigkeit und sein Fahrverhalten entsprechend anpassen und den Abstand zu vorausfahrenden Fahrzeugen vergrößern.