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Polizeiliche Kriminalstatistik

Grafik: Forschungsbericht
Polizeiliche Kriminalstatistik
Kreispolizeibehörde Siegen-Wittgenstein erneut mit Aufklärungsquote von über 64 Prozent!
Kreispolizeibehörde Siegen-Wittgenstein belegt mit Aufklärungsquote erneut landesweit einen Spitzenplatz!
Sinkende Fallzahlen insgesamt, ein Rückgang der Wohnungseinbrüche, ein niedriges Niveau der Fallzahlen der Straßenkriminalität und eine höhere Aufklärungsquote sind die Eckpfeiler der Kriminalstatistik 2021 der Kreispolizeibehörde Siegen-Wittgenstein.


Sinkende Fallzahlen insgesamt, ein Rückgang der Wohnungseinbrüche, ein niedriges Niveau der Fallzahlen der Straßenkriminalität und eine höhere Aufklärungsquote sind die Eckpfeiler der Kriminalstatistik 2021 der Kreispolizeibehörde Siegen-Wittgenstein.

Mit dieser Entwicklung zeigt sich Landrat Andreas Müller sehr zufrieden.

Inwiefern sich die pandemischen Auswirkungen um „SARS Covid 19“ auf die Entwicklung der Polizeilichen Kriminalstatistik ausgewirkt haben, bleibt, wie bereits im letzten Jahr, rein spekulativ.

Aus diesem Grund sollten Vergleiche mit den Jahren vor der Pandemie mit einer gewissen Vorsicht gezogen werden.

Mit einem Rückgang der Gesamtkriminalität um 3,38 % auf 13122 Straftaten ist der seit zehn Jahren niedrigste Stand und somit ein historisches Tief zu verzeichnen. 

Dies ist in insbesondere auf eine Reduzierung der Fallzahlen in den Deliktsfeldern Diebstahl –insgesamt- (-25 Fälle), Wohnungseinbruch (-34 Fälle), Körperverletzung -insgesamt- (- 129 Fälle) und Beleidigung (- 56 Fälle) zurückzuführen.

Die Aufklärungsquote der Kreispolizeibehörde bewegt sich seit Jahren im Landesvergleich auf einem herausragenden Niveau. Sie liegt mit 62,60 % signifikant über dem Landesdurchschnitt von 53,56 % und liegt mit Rang 3 sogar auf einem Spitzenplatz in Nordrhein-Westfalen.

Im Deliktsfeld „Diebstahl“ sanken die Fallzahlen leicht. Die Aufklärungsquote liegt mit 37,84 % immer noch deutlich über dem Landesdurchschnitt (25,87 %).

Zu diesem Deliktsfeld zählt auch der Wohnungseinbruch. Der rückläufige Trend der Fallzahlen setzt sich mit 129 Fällen auch im Jahr 2021 fort. Dies entspricht einem weiteren Rückgang von 20,86 %.

Die Gefahr Opfer eines Wohnungseinbruchs zu werden ist im Kreis Siegen-Wittgenstein äußerst gering. Die hierfür ermittelte Kriminalitätshäufigkeitszahl des Kreises (Fallzahlen hochgerechnet auf 100.000 Einwohner) liegt mit einem Wert von 47 deutlich unter dem Landesdurchschnitt (KHZ NRW = 104) und damit gehört Siegen-Wittgenstein zu den sicheren /sichersten Regionen im Land NRW. 

Bei der Straßenkriminalität wurde eine leichte Steigerung der Fallzahlen um 147 auf insgesamt 2648 Fälle registriert. Damit liegt die Gesamtzahl der Straftaten aber immer noch auf dem zweitniedrigsten Niveau der letzten fünf Jahre. Das Gros dieses Deliktsfeldes bildeten Sachbeschädigungen (971 Fälle von Sachbeschädigungen auf Straßen, Wegen oder Plätzen sowie 530 Fälle von Sachbeschädigungen an Kfz). Darüber hinaus umfasst die Straßenkriminalität 429 Fälle von Diebstahlsdelikten an oder aus Kfz (+16 Fälle) sowie weitere 129 Straftaten im Bereich der Körperverletzungsdelikte auf Straßen, Wegen oder Plätzen (+20 Fälle).

Im vergangenen Jahr richtete Landrat Andreas Müller den Schwerpunkt polizeilicher Arbeit mit dem Ziel einer verstärkten Bekämpfung sexualisierter Gewalt im Bereich der Kinder- und Jugendpornografie neu aus und erklärt:

„Der sexuelle Missbrauch von Kindern und Jugendlichen sind Verbrechen, die mit aller Kraft verfolgt und mit aller Härte des Rechtsstaats bestraft werden müssen.“ Dabei verfolgt Müller einen ganzheitlichen Ansatz mit dem Kreisjugendamt, der DRK-Kinderklinik, Hilfseinrichtungen und der Kreispolizeibehörde (Pressemitteilung der KPB Siegen-Wittgenstein vom 10.01.2022). Als Behördenleiter der Kreispolizei gründete er dazu die Besondere Aufbauorganisation (BAO) namens „Tera“.

Der Abteilungsleiter Polizei, Bernd Scholz, zog dafür Kräfte aus allen Direktionen der Kreispolizeibehörde zusammen und bildete mit einem hohen Personaleinsatz eine schlagkräftige Einheit zur Bekämpfung dieses Deliktsfeldes.

Die Arbeit der BAO führte bislang aus 71 Ermittlungsverfahren zu rund 140 Terabyte an Daten, die zum Teil ausgewertet sind bzw. noch ausgewertet werden müssen. In mindestens 730 Fällen geht es um den Verdacht des Erwerbs, Besitzes und Verschaffens von Kinder- und Jugendpornografie. Von einem weiteren Anstieg der Zahl an Verdächtigen ist auszugehen.

Andreas Müller betont:

„Kein Täter darf sich sicher fühlen. Wir gehen allen Hinweisen nach und bringen die vor Gericht, die sich an Kindern und Jugendlichen vergehen.“ Im Hinblick auf die Polizeiliche Kriminalstatistik 2021 resümiert Müller:

„Wir leben im Kreisgebiet Siegen-Wittgenstein nach wie vor in einer sicheren Region, was vor allem den Beschäftigen der Polizei zuzuschreiben ist. Dafür bedanke ich mich herzlich und wünsche allen ein gesundes und gutes Jahr 2021.

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